Philosophie
|
|
Katja Lauer
|
|
Katja Lauer und Pumuckl |
Über mich: Meine Reitkarriere begann ich mit fünf Jahren auf Ponies, daraus entwickelte sich eine bis heute währende Leidenschaft. Schon im Kindergarten malte ich mein eigenes braunes Pferd auf eine Mauer, mit neun Jahren ging der Traum vom eigenen Pferd mit dem Pony „Pumuckl“ in Erfüllung. Den Großteil meiner Jugend verbrachte ich im Reitstall Oberfürberg und hatte bald mehrere eigene Pferde. Zu meinen damaligen Ausbildern gehörte Karlheinz Boess (erfolgreich im Spring- und Vielseitigkeitssport) und später der Reitmeister Fritz Tempelmann. Zusätzlich besuchte ich Lehrgänge am Landesleistungszentrum in Ansbach. |
|
Katja Lauer und Melano |
Ich ritt regelmäßig junge Pferde, die ich erst im späteren Verlauf Ihrer Ausbildung zu Spring- oder Dressurspezialisten gefördert habe. Dennoch kam es auch vor, dass ein S-Dressurpferd mal ein A- Springen absolvieren musste. Mein erfolgreichstes Springpferd „Melano“, sollte eigentlich ein Dressurpferd werden, doch er entwickelte wesentlich mehr Motivation beim Springen. Nach meinem Abitur und einer Lehre zur Steuerfachgehilfin wollte ich ursprünglich BWL studieren, lernte aber Karsten Huck während eines Lehrgangs kennen und folgte ihm als Lehrling mit meinen beiden Pferden nach Schleswig –Holstein. Obwohl mein Lehrherr viel Wert auf die Dressurarbeit der Springpferde legte, lag in den folgenden Jahren der reiterliche Schwerpunkt auf dem Springsport. Mit Melano erritt ich mehrere Siege in der Klasse S und wurde zweimal holsteinische Meisterin der Amazonen. |
|
Stute Chardonnay und Fohlen Chiquitita |
Nach der Prüfung zum Pferdewirt arbeitete ich zwei Jahre lang auf Gut Weihersmühle in Bayern, wo ich auch mein nachfolgendes Erfolgspferd „Chardonnay G“ erwarb. |
|
Phillipe Karl, Kurs Pegestorf
Katja Lauer und Rasputin |
Das Umdenken In den letzen Jahren zweifelte ich immer öfter an der Richtigkeit der üblichen Ausbildungsmethoden, zu selten waren vorbildliches leichtes und schönes Reiten geworden. Obwohl der Turniererfolg nach wie vor nicht ausblieb, wuchs meine Abneigung gegen die mittlerweile üblich gewordene Reiterei. Die Frustration ging soweit, dass ich sogar überlegte beruflich völlig andere Wege zu gehen. Auch die verschiedensten namhaften Trainer, bei denen ich Unterreicht nahm, lehrten nach dem Grundsatz: „mehr Hand, mehr Bein, weniger Nachgeben“. Betrachtete ich das Abreiten auf großen Turnieren, empfand ich Abscheu und fragte mich, wo Leichtigkeit und Harmonie noch zu finden seien? Dieser Reitweise war ich auch körperlich, genauer gesagt kräftemäßig nicht gewachsen und litt unter verschiedenen Beschwerden. Durch Zufall ergab sich die Gelegenheit, Anja Berans Morgenarbeit zu erleben und einige Reitstunden bei Ihr zu nehmen. Dort fand ich die vermisste Harmonie, schönes, feines, klassisches also vorbildliches Reiten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich geglaubt klassisch zu reiten und auszubilden. Leider war ein regelmäßiges Training bei Frau Beran aus Zeitgründen nicht möglich. Auf der weiteren Suche nach Alternativen stieß ich auf die DVDs und Bücher Philippe Karls durch die sich mir viele Fragen beantworteten. Der Zusammenhang der Biomechanik des Pferdes mit gutem, pferdegerechtem Reiten wird logisch erklärt, für individuelle Probleme gibt es individuelle Lösungen, jeder Pferdetyp wird in der Ausbildung mit seinen Schwächen und Stärken respektiert. Es zählt das Pferd an sich und nicht der Turniererfolg. Seit Anfang 2009 bin ich Mitglied der Ecole de Legerete und absolviere die Ausbildung. Herrn Karls Methoden basieren auf einer klaren feinen, diferenzierten Kommunikation zwischen Reiter und Pferd. Hat das Pferd eine reelle Chance die Hilfen des Reiters zu verstehen, wird es sie willig und gerne in die Tat umsetzen und so zu einem kooperativen, leistungswilligem Partner ausgebildet. |





